#14: Meine Traumreise nach Peru – Teil 3

Herzlich Willkommen bei Deutsche Pause, der Podcast zum Deutschlernen.
In der 14. Episode werden wir weiter über meine Reise nach Peru sprechen. Hast du die andere Episoden über Peru verpasst?  Episode 5: Lima und Caral  und Episode 10: Huacachina und Paracas
Den Text kannst du HIER runterladen

Moin moin liebe Leute! Na, wie geht es euch diese Woche? Wie habt ihr Karneval überlebt? Hier in Brasilien hat die Sommerzeit jetzt auch beendet. Jetzt kann man eine Stunde später aufstehen, wenn man will. Für mich heiβt das, mindestens am Anfang, dass ich eine extra Stunde an meinem Tag jetzt habe. Das ist super! Ich mag es, diese Episoden früh am Morgen zu aufnehmen, da es weniger Geräusche gibt. Heute mache ich das also noch früher, um 5.30 Uhr morgens. Mal sehen wie lange ich so früh aufstehen kann.

Heute gehen wir weiter mit meiner Reise nach Peru. Ich war da für 17 Tage in 2015. Bis jetzt habe ich schon über Lima, Caral, Huacachina und Paracas erzählt. Wenn du diese Episoden noch nicht gehört hast, sie sind Episoden 5 und 10 und du kannst sie auf unsere Website mit vielen Fotos finden.

Unsere Reise von Ica nach Puno war sicherlich die schlechteste Reise meines Lebens. Wir waren unten im VIP bereich, wo der Sitz fast wie ein Bett wird aber trotzdem. Der Busfahrer wollte niemals aufhalten, damit die Leute zur Toilette gehen konnten, die Straβe hatte so viele Kurven, Kinder haben geweint… Naja, das ist wirklich das einzige, dass ich an unsere Reise anders machen würde. Wir sollten in Arequipa ein paar Tage geblieben sein. Wir dachten aber, wir hatten keine Zeit dafür. Naja, wir hätten weniger Tage im Cusco aber mindestens wäre diese Fahrt nicht so lang gewesen.  Ich war ein bisschen gestresst auch, weil wir in einem Tag von 100 Meter zu 3.800 Meter am steigen waren, mit dem Bus. Ich hatte keine Ahnung wie unser Körper in so eine Höhe reagieren würde.  Der Titicaca ist ja der höchste See der Welt. So viele Sachen in Peru gehören zum Guiness Buch und sind einfach atemberaubend!

Die Stadt von Puno, wie so viele Städten in Peru, ist in sich nicht sehr schön. Bei den meisten Häusern kann man immer noch die Backsteine sehen. Von weit weg kann man nicht genau die Häuser vom Berg unterscheiden.

Puno

Puno

Wir sind 2 Tage und 2 Nächte in Puno geblieben. Am ersten Tag haben wir ein bisschen von der Stadt gesehen, vor allem das Zentrum und seine Geschäfte. Wir waren ja immer noch ziemlich müde von der Reise und unsere Körper mussten sich langsam an die Höhe gewöhnen. Der erster Tag in Puno war also langsam. Wir haben den Ausflug zu den 2 Inseln dann für den nächsten Tag gebucht. Zuerst Uros und dann Taquile. Überall hatten wir gelesen, dass viele Leute erst am zweiten Tag die Höhe spüren. Wir hatten ja keine Idee, dass man in Taquile alles zu Fuβ machen musste und dass es nach oben ging.

Puno

Puno – Zentrum

Puno

Puno – Menschen

Sprechen wir erst mal über Uros. Diese Inseln sind sehr bekannt weil diese Tradition ja sehr alt ist. Sie sind artifizielle Inseln, die von der Bevölkerung gemacht werden. Sie sind also schwebende Inseln. Sie werden aus eine Sorte von Stroh gemacht. Dieses Stroh ist von dieser Region und man kann es überall sehen. Es hat eine goldene Farbe und so sehen die Inseln und die Häuser, und die Boote sehr schön aus. Fast alles ist aus diesem Stroh gemacht. Das wirst du besser auf den Fotos sehen. Wir hatten aber das Gefühl das alles was wir sahen, wie ein Show für Touristen war. Und sie haben die ganze Zeit versucht, uns etwas zu verkaufen. Es soll aber immer noch eine ganze Stadt davon geben, mit Schulen und alles. Die Idee und so was zu sehen ist sicherlich einzigartig. Schade nur, dass es langsam nur ein Geschäft wird.

Uros

Uros

Uros

Uros

Es ist aber die Insel von Taquile, die uns den Atem beraubt hat. Erstens weil wir da viel laufen mussten und die Höhe uns wirklich den Atem genohmen hat, aber auch weil es so schön und autentisch war. Die Insel ist ziemlich klein. Es gibt denke ich, keine Autos da. Es ist wie ein kleiner Berg. Die Mitte der Insel ist auf der Spitze sagen wir mal. Da gibt es eine Sorte von Zentrum und alle Restaurants für die Touristen sind auch da. Die Aussicht von da oben ist einfach wundervoll. Ihr werdet all das besser auf den Fotos die ihr auf unsere Seit sehen könnt beurteilen.

Taquile

Taquile

Taquile

Taquile

Taquile

Taquile

Das Essen war sehr lecker! Jede gruppe  von Familien passt auf ein Restaurant auf. Das tolle über solche Spaziergänge ist auch, dass man viele nette Leute kennt. In unsere Gruppe gab es fast nur Aulsänder. Zwei Familien haben unsere Aufmerksamkeit erregt. Beim Mittagessen haben wir nah gesessen und dann haben wir gesprochen. Eine Familie war aus Peru und eine war aus Luxembourg oder Österreich, weiβ ich nicht mehr. Aber sie haben Deustch gesprochen. Das Ehepaar aus Peru hatte einen Sohn und das andere Ehepaar hatte eine Tochter. Was wir dann rausgefunden haben, ist dass die 2 Kinder eigentlich Geschwister sind und adoptiert wurden. Also treffen sich die Familien jedes Jahr damit die Kinder Kontakt haben. Der Junge hat sogar Schulen gewechselt damit er Deutsch lernen konnte um besser mit seiner Schwester zu sprechen. Ich liebe solche Geschichten die man nur in einer Reise mitkriegt! Als wir wieder nach Puno kamen, war es die Zeit für den Sonnenuntergang. Diese Farbe! Es war so Orange! Wunderschön!

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

An diesem Abend habe ich mich richtig schlecht gefühlt. Ich hatte alle Symptome von einer Grippe, denke ich aber das es vielleicht etwas mit der Höhe zu tun hatte. Ich habe also Medikamente genohmen und bin sehr früh ins Bett gegangen. Wir mussten ja am nächsten Morgen schon früh einen anderen Bus nehmen. Dieses Mal war aber so eine Art von Tourbus. Dieser Bus macht was sie nennen die Sonnenroute. Wenn man es direkt macht sind es ungefähr 7 Stunden. Mit diesem Bus dauert es ein bisschen mehr, ungefähr 13 Stunden. Aber dieser Bus hält in vielen Plätzen damit man kleinere Städten und Sehenswürdigkeiten auf dem Weg auch sehen  kann. So haben wir auf dem Weg Pukara, Raya, Raqchi, die Incabrücke und die Sistinekapelle des Andes besichtigt. Sie ist wirklich wunderschön und ganz anders aber da darf man keine Fotos machen. Sie geben uns aber eine DVD wo man alles sehen kann. Mir hat Raqchi besonders gefallen. Diese ganz hohen Gebäuden und Strukturen. Ich muss auch immer wieder wundern, wie sie so viel über Astronomie wussten, damals. Es gibt eine Art von Straβe da, wo an der Sonnenwende die Sonne genau da in der mitte kommt. Wie nur?

die Sonnenroute

Sonnenroute

Pukara

Pukara

Raqchi

Raqchi

Incabrücke

Incabrücke

Cusco, Machu Picchu und das ‚heilige Tal‘ werden für eine nächste Episode warten müssen. Na, haben dir Puno und die Sonnenroute gefallen? Ich muss sagen wir waren da am Ende ein bisschen erschöpft. Aber man, das war so wert! Hast du diese Plätze schon besucht? Was hast du davon gehalten? Oder möchtest du jetzt Peru besuchen? Lass mich wissen was du denkst!

Bis nächste Woche! Tschüs!